Thema der Woche

Sternenkinder

Spezielle Tage wie der Muttertag sind für Frauen, die ihr Kind verloren haben, besonders schwierig. Die Trauer wird dann oft wieder unerträglich.

Schwangere Frau über dem Himmel des Universum wenn der Tod am Anfang steht. Abschied vom Leben
Die Liebe einer Mutter endet nie. Und sie liebt alle Kinder. Dazu gehören auch die Sternenkinder. © AdobeStock_blacksalmon

Der Mai hat besondere Tage. Am 5. Mai war Hebammen-Tag, am 9. Mai ist in diesem Jahr Muttertag. Grund genug für uns von TrostHelden, mit einer Frau zu sprechen, die einer außergewöhnlichen Berufstätigkeit nachgeht: Uli Michel ist nicht nur Heb-, sie ist gleichzeitig auch Sterbeamme.

Eine Dokumentation über ihre Arbeit findest du jetzt neu hier in unserem Impulse-Bereich.

Amme für Lebensübergänge

Uli Michel hat zahlreiche Geburten begleitet, viel Lebenserfahrung gesammelt. Eines Tages wuchs der Wunsch in ihr, nicht nur an der Seite von Frauen zu sein, die ein Kind bekommen. Sondern auch für diejenigen Frauen da zu sein, die ihr Baby in der Schwangerschaft, bei oder kurz nach der Geburt verlieren.
So absolvierte sie neben ihrem Beruf als Hebamme eine Ausbildung zur Sterbeamme. Sie bezeichnet sich heute als "Amme für Lebensübergänge". Als eine Schwellenhüterin am Lebensanfang und am Lebensende.

Sagen, wie es ist: "Das Kind ist gestorben"

"Ich habe Frauen gesehen mit starken körperlichen Schmerzen bei der Geburt", berichtet sie. "Und ich habe Frauen erlebt mit starken seelischen Schmerzen bei dem Tod ihres Kindes bei oder kurz nach der Geburt."

Was sich die Betroffenen in diesen herausfordernden Situationen wünschen, ist Sicherheit. Das ist ihre Erfahrung. Und dazu gehören auch klare, ehrliche Worte. Uli Michel nennt die Dinge daher beim Namen: "Wenn ein Baby stirbt, sage ich: Das Kind ist gestorben. Und nicht: Das Kind ist eingeschlafen."
 

Geteiltes Leid: Uli Michel kümmert sich um die trauernden Mütter, die Sternenmütter, auch nach diesem Schicksalsschlag. Und bietet zum Beispiel einen Rahmen für einen Austausch in der Gruppe. Denn das Leid teilen zu können, kann Positives bewirken. Zusammen sprechen, zusammen weinen, sich mit der Frage nach dem "Warum" auseinandersetzen – sehr schnell wird deutlich, dass die betroffenen Frauen in diesen Gruppen eine Ebene erreichen, auf der sie sich nicht erklären müssen. Denn alle anderen wissen genau, wie es sich anfühlt, ein Kind verloren zu haben.


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Die Heb- und Sterbeamme Uli Michel bietet eine sehr professionelle Unterstützung an. TrostHelden kann eine Ergänzung für eine solche professionelle Hilfe sein. Bei Trosthelden findest du Menschen mit einem ähnlichen Schicksalsschlag, mit denen du dich in der Trauergruppe oder 1:1 mit deinem persönlichen Trostpartner online austauschen kannst. Mit Hilfe eines einzigartigen Matching-Verfahrens bringen wir Menschen in Kontakt, die einen sehr ähnlichen Trauerfall erlebt haben wie du. Und die sich verstehen. Manchmal auch ohne viele Worte.

Herzliche Grüße, Daniela von TrostHelden

daniela@trosthelden.de

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