Thema der Woche

Welttag der Suizidprävention

Der 10. September ist ein bedeutendes Datum. Es ist der Welttag der Suizidprävention. Ein Aufruf zum Hinhören!

Der 10. September ist ein besonderer Tag, ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die durch Suizid Verstorbenen. © AdobeStock_Andrey Popov

Das Motto lautet: "Aktiv werden und Hoffnung schaffen". Suizidprävention ist ein wichtiges Thema: Allein in Deutschland sterben statistisch gesehen jeden Tag 24 Menschen durch Suizid.

So schieden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2019 auf diese Weise 9.041 Personen aus dem Leben. Und doch wird darüber wenig gesprochen.

Auch die Medien greifen das Thema selten auf. Der Grund: Nach einer solchen Berichterstattung gibt es leider Nachahmer, die sich nach der Publikation das Leben nehmen.

Gegen das Totschweigen
Das Dilemma: Die Tabuisierung des Themas steht im Widerspruch zu der großen Dringlichkeit einer vermehrten öffentlichen Auseinandersetzung. Das Thema Suizid in den Fokus zu rücken, bietet eine Möglichkeit der Suizidprävention.

Wenn das Tabu fiele, wäre es für Betroffene einfacher, ihre düsteren Gedanken anderen gegenüber zu äußern.

Es kostet ohnehin schon große Überwindung, überhaupt das Thema anzusprechen, sich an Verwandte, gute Freunde oder die Telefonseelsorge zu wenden. Dabei gibt es viele Gründe, in eine Lage zu kommen, die aussichtslos erscheint.

Schock & traumatisches Ereignis
Hinterbliebene, die einen lieben Menschen durch Suizid verloren haben, geraten ebenfalls in eine schwierige Situation.

Sie fühlen sich oft allein gelassen, überfordert, traumatisiert. Häufig quälen sie Vorwürfe und Schuldgedanken, nicht alles getan zu haben.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass bei jedem Suizid sechs Menschen selbst in Not geraten. Das sind neben Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen auch Feuerwehrleute, Polizisten, Lokführer … Den Verlust und das Erlebnis zu verarbeiten, wiegt schwer.

Das Geschehene ist nicht rückgängig zu machen, doch …

Wer den Suizid eines nahestehenden Menschen erlebt hat, benötigt daher Begleitung. Beim Umgang mit dem Erlebten hilft der Austausch mit anderen – ein Austausch auf Augenhöhe. TrostHelden bietet die Möglichkeit, Menschen zu finden, die ebenfalls einen Suizid in ihrem Umfeld beklagen mussten.

Dank eines speziell entwickelten Computerprogramms finden sich Menschen mit gleichem oder ähnlichem Schicksalsschlag. Als Gesprächspartner, als Trostpartner, können sie sich auf Augenhöhe austauschen. Denn der eine versteht genau die Gefühle, Sorgen und Ängste des anderen.

Lange binden muss man sich bei TrostHelden übrigens nicht. Die Laufzeiten für ein TrostHelden-Abo betragen 1, 3 oder 6 Monate. Ich kann nur sagen: Jemanden zu finden, der feinfühlig zuhören kann oder manchmal auch ohne viele Worte versteht, ist eine unglaublich große Hilfe. Ich weiß das aus eigener Erfahrung …

Herzliche Grüße, Daniela von TrostHelden

daniela@trosthelden.de

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