Thema der Woche

Trauerrituale

Es gibt sehr verschiedene Trauerrituale. Sie können helfen, Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen und den Umgang mit dem Tod in bestimmten Situationen zu erleichtern.

Gemeinsam trauern: Trauerrituale und die Anteilnahme anderer Menschen können unendlich gut tun. © AdobeStock_Elena Ray

Doch manche dieser zum Teil Jahrhunderte alten Trauerrituale und Traditionen scheinen heute mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten.

Das Unbegreifliche erfahrbar machen
Vielleicht kennst du es: In Deutschland war es früher üblich, die Verstorbenen zuhause aufzubahren. Angehörige, Freunde und Nachbarn kamen, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Und auch, um den Zurückbleibenden ihr Beileid zu bekunden und ihnen beizustehen.

Abschiednehmen tut weh. Doch die Trauernden waren durch dieses Ritual in ihrem Schmerz nicht allein. Die Anteilnahme und die Unterstützung durch andere waren groß. Dazu wurde das Unbegreifliche durch das Aufbahren des Verstorbenen Teil der Realität. Es wurde erfahrbar. Verdrängen konnte man auf diese Weise die Wirklichkeit kaum, so sehr man es sich auch wünschte …

Der Tod ist nicht das Ende

In unserer Kultur fehlt vielen heute oft diese Unterstützung. Und der Tod bereitet uns oft Unbehagen und Angst. In anderen Ländern ist der Umgang mit dem Sterben und der Trauer anders. In Mexiko etwa. Dort begehen die Menschen immer Anfang November den "Tag der Toten" mit einem ausgelassenen Fest.

Am "Día de los Muertos", so glauben viele Mexikaner, kehrt die Seele des Verstorbenen ins Diesseits zurück, um wieder mit den Nächsten zusammen zu sein. Dann stehen auf den Tischen zum Beispiel das Lieblingsgericht und -getränk des Toten. Die Familie fühlt sich bei dieser Feier dem Verstorbenen ganz nah. Und jeder hat durch dieses Zeremoniell selbst die Gewissheit, nach dem eigenen Tod nie ganz vergessen zu sein.

Gemeinsam trauern

Auch in anderen Regionen finden unbeschwertere Gedenktage zur Erinnerung an die Verstorbenen statt. Das muss man nicht mögen. Es ist ein anderer Umgang mit dem Ableben eines Menschen, bei dem der Tod nicht das Ende, sondern der Übergang in eine andere Welt bedeutet.

Bei aller Unterschiedlichkeit der Trauerrituale: Stets dienen sie dazu, den Verstorbenen zu würdigen und zu ehren. Und den Trauernden in ihrem Leid zur Seite zu stehen. In der Gemeinschaft.


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Viele Trauerrituale gehen bei uns im modernen Leben verloren und damit diese ganz selbstverständliche Gemeinschaft nach dem Tod eines Menschen.

Bei TrostHelden findest du Menschen, die trauern wie du. Ihr könnt euch helfen, austauschen, einander Trost spenden. Und gemeinsam einen Schritt auf dem Weg zur Heilung gehen.

Herzliche Grüße, Daniela von TrostHelden

daniela@trosthelden.de

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