Thema der Woche

Schluss mit lustig?

Lachen ist gesund. Aber darf ich lachen, mich freuen, heiter sein, wenn ein geliebter Mensch gestorben ist? Oder ist das einfach nur pietätlos, würde- und respektlos?

Weinen und lachen – auch in einer Trauerphase darf Raum für Humor sein. Ganz ohne schlechtes Gewissen. © AdobeStock_Alessandro Biascioli

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Auszeit von der Trauer

Die Trauerexperten sagen: Lachen und Traurigsein gehören zusammen. Lachen ist wie eine Pause, eine Erholung vom Traurigsein. Lachen gibt Energie. Und ist wie ein Lichtblick in einer schwierigen Phase des Lebens.

Wenn wir ein paar Augenblicke so etwas wie Leichtigkeit empfinden, dann ist das wie eine Tür, die sich öffnet, um für einen Moment dieses Gelähmtsein, diese Starre hinter uns zu lassen. Lachen löst die Anspannung. Es ist ein Gegenspieler zur Angst. Und hilft, psychisch wieder stabiler zu werden.

Jeder Mensch reagiert anders auf den Tod einer geliebten Person. Und alle Reaktionen sind richtig. Den Schmerz und die tiefe Trauer zu spüren und zu zeigen. Und gleichzeitig auch dem Humor Raum zu geben. Denn Trauer verläuft in Wellenbewegungen.

Weinen, lachen, tanzen?

Auf Friedhöfen in Deutschland geht es bei Trauerfeiern meist sehr ernst zu. Das ist unsere Kultur. In anderen Ländern ist das anders. Dort wird bei Bestattungen manchmal geweint und gelacht, mitunter sogar getanzt.

Das ist jetzt kein Plädoyer dafür, lauthals zu lachen bei einer Beisetzung. Es ist ein Plädoyer dafür, auch dort beide Gefühle zuzulassen. Weinen und lachen sind zwei Seiten einer Medaille: der Trauer. In einer Trauerphase, sagen Experten, durchleben die Betroffenen Wechselbäder der Gefühle

So ist auch in Hospizen Platz für Fröhlichkeit. Es gibt dort Humor-Coaches und Lach-Yoga. Weil Lachen entspannt und guttut. Den Angehörigen und auch dem Sterbenden. Lachen ist die beste Medizin, heißt es. Und das gilt auch für Trauernde. Ohne schlechtes Gewissen!

In deinem Trostpartner findest du einen Menschen, der in einer ganz ähnlichen Situation ist wie du. Ein Mensch, der dich versteht. Und den du verstehst. Weil ihr die gleiche Trauersprache sprecht.

Herzliche Grüße, Daniela von TrostHelden

daniela@trosthelden.de

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