Thema der Woche

Mitleid, nein danke!

Trauernde brauchen Mitgefühl. Das steht fest. Doch welche Art von Mitgefühl? Und wie viel Mitgefühl steckt in diesem "Herzliches Beileid"?

Es ist manchmal schwierig, die richtigen Worte zu finden. Doch wenn wir sie nicht finden, sind sie vielleicht auch gar nicht notwendig. © AdobeStock_Sanja

Weniger ist oft mehr

Was Mitgefühl ist, ist so eine Sache für sich. Was es in jeden Fall nicht ist, wird im Zusammenhang mit der Gewaltfreien Kommunikation sehr treffend beschrieben: Mitleid, Ratschläge, Verstärkung, Belehrung, (weg-)trösten, erklären, ermutigen.

Doch genau das sind häufig die Dinge, die wir zu hören bekommen, wenn wir um einen Menschen trauern und traurig sind. Allein: Es hilft nicht weiter. Im Gegenteil. Denn den Schmerz, der durch einen Verlust entsteht, kann uns niemand nehmen – und schon gar nicht durch Floskeln wie "das Leben geht weiter" oder "du musst jetzt nach vorne schauen und stark sein". Wie soll man als Betroffener denn stark sein, wenn man gerade überhaupt nicht stark sein kann? Solche Bemerkungen machen uns nur noch einsamer.

Was mehr zählt als 1.000 Worte

Es ist manchmal schwierig, die richtigen Worte zu finden. Doch wenn wir sie nicht finden, sind sie vielleicht auch gar nicht notwendig.

Anteilnahme braucht oft keine Worte. Sie kann sich durch viele Arten ausdrücken. Ein langer, liebevoller Blick, eine Hand auf der Schulter, eine sanfte Umarmung – oder was immer passen mag, sagen so oft viel mehr als 1.000 Worte. Weniger ist in diesen Begegnungen oft mehr.

Offen die eigene Hilflosigkeit zeigen

Bei der Begegnung mit Trauernden einfach still zu sein und so auch offen die eigene Hilfslosigkeit zu zeigen, fällt vielen schwer. Gerade in einer Gesellschaft, die immer nach schnellen Lösungen sucht und dieses Innehalten so wenig Raum bekommt.

Doch im Trauerprozess brauchen die Betroffenen neben liebevollen Gesten häufig genau das: einfühlsames Zuhören.

So zart wie aus dünnem Glas …

Was Trauernde sich von ihren Mitmenschen wünschen, hat Trauerbegleiterin und Autorin Inga Elisabeth Ohlsen in einem poetischen Text für Trauernde und ihre Angehörigen anschaulich in Worte gefasst.

 Manchmal, so schreibt sie, fühle sie sich so zart wie aus dünnem Glas … Du findest diesen Text in unseren Impulsen.


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Herzliche Grüße, Daniela von TrostHelden

daniela@trosthelden.de

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